Evangelisch-methodistische Kirche

Schmitten-Brombach im Taunus

Gedanken ...


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wenn ich das wunderschöne Foto von einem Sonnenuntergang bei Butzbach im Taunus anschaue, lädt es mich zu einem Ausgang ein. Weg von der Arbeit, den dringenden Aufgaben, den Verpflichtungen, den Nöten und den Sorgen wird mein Blick in die Weite gelenkt. Im Vordergrund wächst eine Blumenwiese. Die Blumen säten sich wild aus, haben keinen übergeordneten wirtschaftlichen Nutzen, erfreuen einfach durch ihre Anwesenheit. So verschwenderisch ist Gott, er lässt die Wiese wachsen, zählt die Grashalme nicht ab, rechnet nicht durch, was sie ihm am Ende des Sommers einbringen.

Paul Gerhardt beschreibt in seinem bekannten Sommerlied „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ die Natur als ein Gleichnis des Lebens. Gott freut sich an ihr, und er stellt uns in sie hinein. Er will, dass wir auf einer Blumenwiese, unter einem Baum mit Vogelgezwitscher oder an einem Bach mit Forellen seine Güte erfahren. Sie ist größer, als wir es uns vorstellen können. Sie will das Gute in dieser Welt und auch in unserem Leben. Sie schenkt uns alles, was wir zum Leben brauchen, und noch viel mehr. Leibhaftig geworden ist diese Güte in Jesus Christus, Gott für uns.

Die Blumen wachsen der Sonne entgegen und so auch wir. Wir brauchen Gottes Licht zum Wachsen und zur Orientierung, seine Energie, um die Kraft für den Alltag zu bekommen. Beim Spaziergang im Taunus oder in einem Urlaubsort können wir vielleicht wieder neu von Gottes Güte und seiner Liebe berührt werden. Die überwältigende Schönheit unserer Umgebung öffnet uns das Herz für seine Gegenwart. Doch auch im Alltag scheinen seine Sonnenstrahlen immer wieder durch kleinste Fenster und Ritzen. Sei es, dass jemand uns eine nette SMS schickt, ein Anruf uns ermutigt oder wir in der Gemeinde offene Ohren finden.

Paul Gerhard lässt seine Betrachtungen in diesem Lied in einen Wunsch münden, der auch unserer werden kann: „Mach in mir deinem Geiste Raum, dass ich dir werd ein guter Baum, uns lass mich Wurzel treiben; verleihe, dass zu deinem Ruhm ich deines Gartens schöne Blum und Pflanze möge bleiben.“

Eine gesegnete und frohe Sommerzeit hier und unterwegs wünscht Ihnen / euch von Herzen 

Cornelia Trick 



 
Wenn Sie die Aufzeichnung unseres ZDF-Fernsehgottesdienstes aus Brombach vom 19.Juli nochmal schauen möchten, einfach auf das ZDF-Bild klicken, oder hier .

Hallo,

schön, dass Sie bei uns vorbeischauen.

aus den Sommerferien habe ich Ihnen ein Bild mitgebracht, das mich sehr faszinierte. Aufgenommen ist es in einem Ort in Irland. Eine Hausfassade wurde renoviert, und man hat die Blumenampeln, die sonst die Fassade schmückten, einfach ans Gerüst gehängt.

Unvorstellbar für deutsche Verhältnisse. Die Bauaufsicht hätte da sicher Einspruch erhoben. Und wer  will jeden Morgen aufs Gerüst steigen, um seine Blumen zu gießen und zu pflegen. In Irland ist sowas offenbar kein Problem. 


Monatsspruch für September: 

Gott spricht: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.       
 
(Jeremia Kapitel 31, Vers 3)

 
 



     (zur Weiterleitung bitte Grafik anklicken)

Dieser Anblick war für mich ein Gleichnis. Nehmen wir das Haus mit seiner renovierungsbedürftigen Fassade als Bild für unser Leben. Da ist auch manches, was wir ständig sanieren und reparieren müssen. Arzttermine, Krisengespräche, Veränderungen in Beziehungen und Familien. Ja, man könnte meinen, die Gerüste stehen dauerhaft bereit für alle möglichen Arbeiten rund ums Leben. Dabei kann leicht die Freude abhanden kommen. Wir sehen nur unsere Herausforderungen, unseren Stress und die Konflikte. Wir hören den äußeren und inneren Lärm und möchten am liebsten fliehen. 

Doch vielleicht hilft es schon, ein paar „Blumen“ aufzuhängen, um in allem die Lebensfreude zu bewahren. Eine Tasse Kaffee in Ruhe getrunken mit einem Blick aus dem Fenster, ein gutes Buch auf dem Nachttisch, das den Geist für Gott öffnet, ein Freund, mit dem wir uns zum Spaziergang treffen, statt nur SMS zu schicken, ein Spiel mit der Familie nach dem Essen, statt gleich wieder loszurennen. So viele Gelegenheiten für „Blumen“ an Gerüsten, damit wir auch die Zeit zwischen den Ferien mit Freude erleben und Gottes Liebe spüren können – trotz Baustellen.

Herzliche Grüße,

Cornelia Trick 


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